Lollypop's High Society
"Loui"
Besitzer: Doris & Rainer Susok
Lui ist nicht nur Familienhund und sollte, wenn es nach Rainer gegangen wäre, "Fritz Walter" heißen. Glücklicher Weise, konnten wir das noch abwenden und Rainer zur Vernunft bewegen 
Wenn wir uns Loui so auf den Fotos ansehen, sieht er ja nun gar nicht aus wie Fritz Walter
Na ja, auf jeden Fall sind Doris und Loui aktiv in der Rettungshundestaffel tätig und beide haben sichtlich viel Spaß daran.
Hallo,
mein Name ist Lollypop’s High Society aber da das meinem Frauchen zu lang ist nennt sie mich einfach „ Loui“.
Ich bin ein Australien Shepherd und bin am 17.03.04 geboren.
Mein Frauchen, hatte mich schon mit der Absicht gekauft, mich zum Rettungshund ausbilden zu lassen, da mein WG-Genosse (ein mittlerweile 14 Jahre alter Boordercollie ) dafür einfach zu alt war und sie sich seid langem dafür interessiert hatte, diese Arbeit mit uns Hunden zu machen.
In meinen ersten 6 Lebensmonaten war ich ein ganz normaler Welpe wie jeder andere auch.
Danach begann mein großes Abenteuer und meine Ausbildung zum Rettungshund mit einem Schnupperkurs.
Im Schnupperkurs wurde ich ganz, ganz schnell an meine Grenzen gebracht, da Sitz, Fuß und Platz so gar nicht mein Ding war. An der Leine ziehen und machen was ich will, fand ich doch viel schöner ( im Welpenkurs hatte ich das zwar schon etwas gelernt aber auch gekonnt ignoriert ). Doch bei der Staffel haben sie mir dies mit vielen Leckchen, Hilfe sowie Geduld ausgetrieben und jetzt mache ich es schon richtig gut. „Mein ich zumindest.“
Es wurden mir ganz viele Dinge wie z.B. über Hindernisse, ganz hohe Balken, Leitern und sogar über Wippen zu laufen beigebacht.
Für Futter oder Spielzeug bellen konnte ich ganz schnell.
Sogar Tragen lassen musste ich mich, das auch noch auf der Schulter und in so einem komischen Hunderucksack. Das finde ich allerdings prima und macht mir richtig spaß.
Dann war der Schnupperkurs vorbei und wir beide mussten eine Prüfung machen. Wir waren ganz schön nervös, weil von dieser Prüfung abhing, ob wir die Ausbildung weiter machen konnten oder nicht.
Geschafft, ab jetzt wurde es richtig spannend.
Freunde, 4 Beiner wie auch 2 Beiner, habe ich ganz viele gewonnen. Sie sind alle ganz sozial und vertragen sich untereinander, innerhalb der Staffel und auch draußen im „normalem Leben“. Es sollte mal gesagt werden das, dass nicht immer so ist und viel mehr darauf geachtet werden sollte. Da dadurch die Lebensqualität für uns Hunde und die Menschen erheblich steigt. Unsere Ausbilder bringen uns eben eine Menge bei, was man in allen Lebenslagen brauchen kann und stehen uns immer mit Rat und Tat zur Seite.
So langsam ging es mit der richtigen Arbeit los.
Spannende Dinge, wie Menschen laufen vor mir weg, ich muss sie suchen gehen und bekomme dafür auch noch lecker Fleischwurst, kannte ich ja schon aus dem Schnupperkurs. Das wurde jetzt noch gesteigert.
Sie sind immer weiter weg gelaufen und manchmal konnte ich sie sogar nicht mehr sehen, oder sie haben sich doch tatsächlich versteckt. Da musste ich richtig meine Nase einsetzten bis ich sie gefunden habe. Wenn ich sie dann hatte „au man“, dann gab’s Leckerchen, en dickes Lob und gespielt haben sie auch noch mit mir. Ist doch en prima Leben, oder!?
Manchmal verstehe ich die Menschen echt nicht. Es gibt doch nix schöneres als das, die Menschen, sich um einen kümmern und sich mit uns beschäftigen. Was machen die denn für einen Wind, wenn ich jemanden finde, bekomm ich ja schließlich was leckeres dafür. Na ja, wenn se meinen....
Aber egal, mir soll’s recht sein.
Die Spiele werden immer länger und interessanter. Sie verstecken sich mittlerweile sogar richtig, unter einem umgefallenen Baum, zwischen Steinen, in einer Senke, einfach überall. Die kommen auf komische Ideen, sogar auf Bäume klettern die, manchmal ist es echt schwer, sie zu finden. Alls wenn ich immer in die Luft kucken würde, aber wofür hab ich denn meine tolle Nase.
Lasst euch Menschen mal gesagt sein „ WIR FINDEN EUCH IMMER, EGAL WIE GUT IHR EUCH VERSTECKT“
Nicht das wir immer nur in den Feldern oder im Wald „ spielen“ dürfen, nein, es wird noch besser. Sogar in eingefallenen Häusern und in Trümmern dürfen wir spielen, da lassen sie noch nicht mal ihre Kinder rein.
So ganz geheuer ist mir das zwar manchmal nicht, aber mit der Hilfe von Frauchen und den Ausbildern schaffe ich auch das.
Ich sage jetzt einfach mal: “Wir Hunde können einfach alles mit der richtigen Anleitung, nur Frauchen, die, muss noch viel lernen.“
Stellt euch mal vor, die haben mich sogar schon in den Hunderucksack gepackt, dann mit so langen Seilen rum hantiert, mich auf den Rücken von Frauchen gepackt und die ist dann mit mir ne Senkrechte Wand runter geklettert.“ Ich denk mich trifft der Schlag.“ Ist aber ganz Easy, da ich ja Frauchen vertraue und sie nichts machen würde, was mir schadet. Wie gesagt, für ne Belohnung macht man doch fast alles.
Nachdem ich fast 1 Jahr lang ausgebildet worden bin, sagte auf einmal der Staffelleiter, ich wäre jetzt weit genug um eine Sichtungsprüfung zu machen ( „Was immer das auch heißen mag“ ). Frauchen ist fast alles aus dem Gesicht gefallen, da sie damit noch nicht gerechnet hat. Sie hat sich dann, erst mal 2-7 von diesen Stinkedingern angemacht, bis die Unterordnung los ging. Das hat dann schon mal geklappt. Ich wusste gar nicht das Frauchen so nervös sein kann. Dann kam das Suchspiel und ich musste 3 Leute innerhalb 30 Minuten auf einer Fläche von 50.000 qm finden.
Hab ich natürlich, bin ja en klasse Hund. Ihr könnt euch nicht vorstellen was Frauchen mich gelobt hat und alle anderen auch.
Die nächsten 2 Monate hab ich dann erst mal ganz normal weiter trainiert.
An einem Sonntag musste ich dann wieder zu einer Prüfung. Wesenstest nennen die Menschen das. Den brauche ich um überhaupt erst die Prüfung zum Rettungshund machen zu dürfen.
Das war ein blöder Test, da durfte ich gar nicht suchen gehen und musste so einiges über mich ergehen lassen wie:
· Ein Mann lief ganz laut und böse auf mich zu und rempelte mein Frauchen an oder ganz viele Leute kommen auf mich zu, umzingeln mich ganz eng und dann geht auch noch einer von den Fremden hin und nimmt mich Frauchen weg. Stellt euch vor die lässt das geschehen und geht auch noch in ne andere Richtung.
· Mit nem Schirm, den se auf und zu gemacht haben, sind sie auf mich zu.
· Mit lärm wollten sie mich ärgern und noch ganz viele solcher Sachen
Aber nicht mit mir, ich war ganz stark und hab mir alles gefallen lassen.
Zum Schluss gab’s dann wieder eine Suche.
Frauchen musste auch Kurse belegen, ich bin ja schließlich nicht der einzige, der was lernen muss. Sie musste einen Funk, Karte und Kompasslehrgang, Erste Hilfe Kurs für Mensch und Hund machen.
Ende Oktober war dann unser großer Tag, die Prüfung zum Rettungshundeteam (denn bei uns ist alles Teamarbeit ) stand an.
Ich hätte nie gedacht das Frauchen noch Nervöser sein kann. Sie sagt, das wäre schlimmer als bei der Gesellenprüfung und hat vorher nicht schlafen können. Die hat sich ganz schön bekloppt gemacht.
Ich war aber ganz cool wie immer und hätte ihr am liebsten gesagt: „ Frauchen, kannst dich auf mich verlassen, ich mach das schon“.
Was soll ich jetzt groß erzählen, wir beiden sind unsere Prüfung gelaufen und haben sie bestanden.
Jetzt sind wir ein geprüftes Rettungshundeteam, Frauchen geht nicht mehr alleine zu den Einsätzen und ich kann zeigen was in mir steckt.
Vielleicht schaffe ich es ja sogar einmal ein Leben zu retten.
Herrchen hat sogar gesagt ich wäre jetzt ein Studierter Hund mit Diplom: “Toll ne.“
Meinem Herrchen muss ich auch noch danke sagen, dass er uns unterstützt, nichts dagegen hat das Frauchen und ich die Rettungshundearbeit machen, da er ganz oft auf uns verzichten muss und das ganze auch noch ne Menge Geld kostet.
Wau Wau euer Loui
|